Sonntag, 23. März 2008

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Sonntag, 6. August 2006

Renaissance

FFF2006(gesehen auf dem Fantasyfilmfest 2006 in englischer Original-Fassung)

Inhalt
Schon verblüffend, wie frisch eine vermeintlich herkömmliche Geschichte wirken kann, wenn die Umsetzung neu und aufregend ist: Mit fast stalinistischem Ernst folgt dieses souveräne Stück „Pulp Future“ seinem Helden Karas, einem unbestechlichen Cop, der eine entführte Wissenschaftlerin aus dem Kaukasus – brillant und sexy, wie es 22-jährige Wissenschaftlerinnen mit einem Hang zu Goth-Chic nun mal eben so sind – mit Hilfe ihrer kessen Schwester aufspüren soll, während ein Big Brother namens Avalon ganz andere Strippen zieht. Bald wechseln die Allianzen so ausgeklügelt und schnell hin und her, dass selbst 24-HOURS-Jack Bauer ganz blümerant zumute würde.

Optik
Was einem bei "Renaissance" zuerst auffällt, ist die spektakuläre Optik. Sie erinnert mit ihren Schwarz/Weiss-Bildern an "Sin City", ist aber wesentlich konsequenter, denn auf Graustufen wird fast gänzlich verzichtet, und das sorgt für extrem kontrastreiche Bilder. So wirkt diie Atmosphäre sehr kühl und technisch — ganz im Stil des sog. "Tech Noir" á la "Blade Runner". Was von den Bilder nun Motion Capturing, was gezeichnet und was animiert ist, vermag ich nicht zu sagen. Es bleibt ein Augenschmaus.

Renaissance

Meinung
Was zu Beginn nach einer konventionellen Detektivstory im stilisierten Paris der Zukunft aussieht, entpuppt sich schließlich als echter Science-Fiction-Stoff. Es gibt interessante Wendungen und ein gutes und gelungenes Ende. Die Story ist zwar nicht übermäßig originell, aber gut erzählt und in Szene gesetzt. Mein Kritikpunkt aber: Man hätte dem Schlussthema (zugleich das Forschungsthema der Entführten, das ich hier aus Spoilergründen nicht verraten möchte) ruhig etwas mehr Zeit widmen können, denn das gibt wahrlich genug Stoff zum Philosophieren her.

Fazit: Optisch spektakulärer Science-Fiction-Thriller mit "OK"-Story und interessanter Inszenierung.

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Samstag, 5. August 2006

The Science of Sleep

FFF2006(gesehen auf dem Fantasyfilmfest 2006 in englisch/französischer Original-Fassung)

Inhalt
Dass man diesem Film bereitwillig überall hin folgen wird, ist bereits ab der ersten Szene klar. Hier lädt uns der im 60s-Look verkleidete Garcia Bernal in einem bizarren Pappmaché-Labor zum Spaziergang durch seine Gedanken ein und plaudert vom ewigen Sonnenschein seiner Träume. Warum? Weil in THE SCIENCE OF SLEEP alles möglich ist! So sehen wir nach diesem verblüffenden Einstieg die Welt fortan durch die Augen des jungen Grafikdesigners Stephane (Garcia Bernal): Nach dem Tod seines Vaters von Mexiko nach Paris zurückgekehrt, nimmt der begabte junge Träumer einen trostlosen McJob in einer Kalenderfirma an, und bremst damit genau das aus, was ihm am allerwichtigsten ist: seine Fantasie. Doch diese sich selbst auferlegte Kreativitätsflucht hat glücklicherweise nur so lange einen Sinn, bis Stephane seine faszinierende Nachbarin Stephanie (Charlotte Gainsbourg in einer ihrer großartigsten Rollen) kennen lernt und ihre aufkeimende, heimliche Liebe zueinander bald Wunsch und Wirklichkeit gleichermaßen beflügelt.

Meinung
ScienceOfSleep
Michel Gondry ist der Regisseur und Drehbuchautor dieses Films, wie auch schon bei "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" (Deutscher Titel: "Vergiss mein nicht"). Kennt man diesen Vorgängerfilm, hat man an "Science of Sleep" eine gewisse Erwartungshaltung, der der Film meiner Meinung nach leider nur teilweise gerecht wird.

"SoS" ist ein wirklich bunter, ausgeflippter und sehr phantasievoller Film. Hauptfigur Stephane wandelt fast permanent zwischen Traum und Realität, und das tut der Film auch. Bizarre Situationen und Personen allerorten, witzige Ideen reihen sich aneinander. Was dem Film aber fehlt, ist eine fesselnde Handlung. Es reiht sich eine phantasievolle Szene an die andere, aber das macht den Film bei weitem nicht so interessant wie seinen Vorgänger. Die Erzählweise ist schon faszinierend, nur die erzählte Geschichte ist es für mich nicht.

Fazit: Ein sympathischer, kleiner und sehr phantasievoller Liebesfilm mit gewissen Schwächen in der Story.

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Freitag, 4. August 2006

Brick

FFF2006(gesehen auf dem Fantasyfilmfest 2006 in englischer Original-Fassung)

Inhalt
Der mit Abstand coolste Thriller des diesjährigen Fantasy Filmfests, der ganz den Regeln des frühen Film Noir folgt, handelt – wie sollte es anders sein – vom rätselhaften Mord an einem wunderschönen Mädchen… Außenseiter Brendan bekommt einen verzweifelten Anruf von Ex-Freundin Emily, die kurz danach wie vom Erdboden verschluckt ist. Der für das Mädchen immer noch starke Gefühle hegende junge Mann setzt nun alles daran, die Verschwundene wiederzufinden. Bei seiner Rumschnüffelei stößt er dank der Hilfe des sympathischen Strebers „The Brain“ auf so manche illegale Machenschaft seiner Mitstudenten und begibt sich dadurch auf verdammt dünnes Eis. Nicht nur Laura, die heißeste Braut seiner Klasse, hat es bald auf ihn abgesehen, auch Schläger Tugger und Pausenhof-Junkie Dode sind plötzlich weit mehr an ihm interessiert, als es seiner Gesundheit gut täte. Die verschlungenen Pfade auf der Suche nach der Liebe seines Lebens führen Brendan schließlich direkt zum härtesten Drogendealer seiner Stadt, „The Pin“ (so eisenhart, dass er noch bei Mami wohnt…)…

MeinungBrick
Die obige Einleitung sagt es schon: "Brick" ist einfach ein cooler Film-Noir im Highschool-Millieu. Dem Held habe ich anfangs nicht viel zugetraut, doch er ist nicht nur clever, sondern scheut auch vor keinem körperlichen Konflikt zurück. Zusammen mit seinem Partner "Brain" will er einen komplizierten Mordfall lösen, der ihn die tief in die Drogenszene der Stadt führt.

Die unverbrauchte Schauspielerriege kann durchweg überzeugen, genau wie die tolle Atmosphäre des Films. Im Verlauf seiner Ermittlungen trifft Brendan auf allerlei schräge Typen und schöne Frauen und muss dabei verschiedenste Hinweise wie in einem Puzzle zusammensetzen. Das alles erinnert stark an klassische Bogart-Filme aus der schwarzen Serie, es wirkt aber in der heutigen Highschool-Szene dennoch frisch und originell.

Fazit: Sehr sehenswerter Highschool-Thriller nach klassischer Gangsterfilm-Machart.

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Donnerstag, 3. August 2006

The Ice Harvest

FFF2006(gesehen auf dem Fantasyfilmfest 2006 in englischer Original-Fassung)

Inhalt
Es gibt sicher gemütlichere Orte, um den Heiligen Abend zu feiern, als die vom Eisregen durchnässte Kleinstadt Wichita in Kansas. Immerhin: Nur eine Nacht noch müssen der wenig durchsetzungsfähige Mafiaanwalt Charlie Arglist (John Cusack) und sein kaltblütigerer Kumpel, Nachtclubbesitzer Vic (Billy Bob Thornton), in ihrem Heimatkaff verbringen, bevor sie planmäßig in wärmere Gefilde durchbrennen können. Mit im Gepäck: 2 Millionen Dollar, die sie ihrem Mafiaboss aus Kansas City entwendet haben. Jetzt bloß keine Fehler in letzter Sekunde machen… Doch nach ein paar Drinks, einem kompromittierenden Geschenk an Striplokalmanagerin Renata (Connie Nielsen) – Charlies heimliche Flamme –, auf den Fuß folgenden Killern, Cops und Leichen, müssen die partners in crime bald feststellen, dass sich ihr Arsch in dieser eiskalten Nacht auf sehr dünnem Eis bewegt…

MeinungIceHarvest
Schon der Regisseur Harold Ramis ("Ghostbusters", "...und täglich grüßt das Murmeltier", "Reine Nervensache") und die Schauspieler John Cusack ("High Fidelity", "Identität") und Billy Bob Thornton ("Ein einfacher Plan", "Friday Night Lights") versprechen einiges. "The Ice Harvest" ist eine schwarze Thriller-Komödie mit viel Humor, die trotz ihres recht geringen Erzähltempos überzeugen kann. Der Film nimmt sich Zeit, die Charaktere einzuführen, auch wenn ich mich in der Mitte des Films etwas gelangweilt habe. Die guten Schauspieler gleichen die eine oder andere Story-Schwäche wieder aus.

Fazit: Ein recht gelungener Film mit schwarzem Humor und gemützlichem Tempo. Gute Besetzung!

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Mittwoch, 2. August 2006

Disaster!

FFF2006(gesehen auf dem Fantasyfilmfest 2006 in englischer Original-Fassung)

Inhalt
Ein Asteroid droht die Erde zu zerstören, die Weltraumagentur Assa unter Mitwirkung des Generals Dallas Washington schickt den grenzdebilen Superhelden Harry in die galaktischen Sphären, um mal wieder die Welt zu retten. Zusammen mit einer Mannschaft leidlich unfähiger Desaster-Bekämpfer, macht dieser sich auf den Weg ins All, um das Schlimmste zu verhindern. Bis ins Detail folgt die Parodie dem Original, angefangen von schmalzigen Lovesongs, zu denen dümmlich verliebt mit Keksen rumgespielt wird, über das ziemlich chaotische Andocken an eine Raumstation, bis zum furiosen Finale auf dem zu sprengenden Asteroiden.

Meinung
Wem "South Park" oder der Film "Team America" gefallen hat, der wird an "Disaster!" seine Freude haben. Der Film ist eine Art Remake von "Armageddon" mit Puppen als Hauptdarstellern. Dabei werden die typischen Actionfilm-Klischees parodiert, und die Dichte an Fäkalwitzchen ist sehr hoch. Überhaupt spielen sich sehr viele Gags weit unterhalb der Gürtellinie ab, was einem zuweilen auch mal auf die Nerven gehen kann — das Furzen des französischen Astronauten ist spätestens nach dem dritten Mal nicht mehr sehr witzig. Die parodistischen Elemente sind aber fast durchweg gelungen, was den Film auf jeden Fall sehenswert macht.
Disaster
Auch der schwarze Humor kommt bei "Disaster!" nicht zu kurz. Es geht dabei oft recht blutig zu, was bei einem Puppenfilm aber nicht wirklich eklig wirkt.

Fazit: Puppenfilm als Blockbuster-Parodie mit viel schwarzem und Fäkal-Humor.

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Dienstag, 1. August 2006

Bystanders

FFF2006(gesehen auf dem Fantasyfilmfest 2006 in koreanischer Fassung mit englischen Untertiteln)

Inhalt
Polizistin Chu (die schöne Shin Eun-kyung aus MY WIFE IS A GANGSTER) und ihr cooler Partner Kim (Eric Moon, A BITTERSWEET LIFE) ermitteln in einem rätselhaften Mord an Schulstreber Inwoo, der auf offener Straße erstochen wurde. Kurz danach begeht ein weiterer Schüler, Klassenzweitbester Kangtae, Suizid. Bei der Autopsie finden die Detectives in seinem Bauch eine Kapsel mit dem Geständnis, Inwoo ermordet zu haben. Und hier beginnt die Verwirrung. Denn auch in Inwoos Magen steckt eine Message: Kangtaes Freitod war nur vorgetäuscht – er wurde ebenfalls ermordet. Kein Zweifel, hier ist ein durchtriebener Serienkiller am Werk, der die Gräueltaten in seinem Tagebuch systematisiert und den diversen Opfern scheinbar wahllos Hinweise verabreicht…

BystandersMeinung
Der Film ist ein Kriminalthriller, der anfangs aber durch den Humor der beiden Protagonisten eher an einen Buddy-Movie á la "Leathal Weapon" erinnert. Es sollen die Todesfälle zweiter Schüler aufgeklärt werden, von denen einer zunächst wie ein Selbstmord aussieht. Im Laufe des Films wird "Bystanders" immer mehr zum Drama und zur Anklage unserer Leistungsgesellschaft schon im Kindesalter.

Und gerade wenn man denkt, die Sache wäre aufgeklärt, schockt einen das überrraschende Ende.

Fazit: Sehenswertes koreanisches Kriminaldrama mit hochinteressantem Finale.

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PS: Hauptdarstellering Yoon-jin Kim kennt man als "Yunjin Kim" aus der Serie "Lost".

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oli61 - 23. Mrz, 14:09
Na vielleicht ja doch,...
Na vielleicht ja doch, aber nicht in der Form. Dazu...
oli61 - 13. Sep, 14:07
warum? (und jetzt bitte...
warum? (und jetzt bitte keine 08/15 erklaerung dude)
Pavlos - 13. Sep, 13:31
Nein.
Nein.
oli61 - 12. Sep, 16:36
geht hier noch was..?
geht hier noch was..?
Pavlos - 12. Sep, 13:32

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